Fahrt nach Gerasdorf zur Pension “Goldschmid”, dort Zimmer bezogen bei der netten Frau des Hauses, die uns immer so viele nette Plätzchen in der Umgebung verrät und los ging´s. Ziel: Donauinselfest! Dieses Jahr wegen der EURO ein wenig verspätet, deshalb erst im Herbst. Aber wieder genial, Höhepunkt aus meiner Sicht am heutigen Tag sicher Gigi D´Agostino. Spitze!
Samstag, 6.9.2008
Heute steht nach einer kleinen Citytour in Wien das Ernst Happel Stadion auf dem Programm. Ausverkauftes Haus, gerade noch rechtzeitig Karten für das erste WM-Quali Match unserer Nationalmannschaft gegen die Franzosen ergattert. Das Spiel der Qualigruppe 7 hielt dann was es versprach, die Frenchies wurden mit 3:1 (2:0) nach Hause geschickt. Tolle Stimmung, toller Tag….
Sonntag, 7.9.2008
Weiter gehts dann über Krems nach Niederösterreich zum dortigen Stift Göttweig. Sehr schön anzusehen und eine interessante Führung gabs auch.

Hoteldorf Königsleitn
Nachmittags dann gehts weiter zum Hoteldorf Königsleitn in Litschau, wo wir die nächsten vier Tage verbringen sollten. Die Anlage ist traumhaft. Die Zimmer sind in mehreren kleinen Häuschen untergebracht, wobei man ein Zimmer im Erdgeschoß und ein zweites im Obergeschoß hat. Die Anlage ist mitten im Grünen und ein warmer Badesee, der “Herrensee” ist nur 1 Minute entfernt. Heute jedoch schauen wir uns noch die nähere Umgebung an und testen beim Abendessen die Hotelküche. Fazit: Essen ausgezeichnet!
Montag, 8.9.2008
Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück vom Buffet geht die neue Woche erst einmal sportlich los: Eine Nordic-Walking Runde rund um den “Herrensee” und trotz der nicht mehr hochsommerlichen Temperaturen wage ich einen Sprung ins Wasser. Kein Problem, einmal den See überquert, dann aber starten wir den ersten Ausflug und zwar nach Weitra, um das dortige Schloss zu besuchen.

Sgraffito-Haus in Gmünd
Auf der Fahrt dahin machen wir kurz Rast in Gmünd, wo uns die nette Hauptstraße mit den bunten Häuser angenehm auffällt. Auch ein Sgraffito - Haus konnten wir entdecken.

Stadttor Weitra
Weitra empfing uns dann gleich mit einem beeindruckenden Stadtmauerturm, durch den eine enge Straße auf den Hauptplatz führte, wo sich dann ein herrlicher Stadtplatz öffnete.

Blick von Turm Weitra
Nach einer kleinen Stadtrunde spazierten wir zum Schloss Weitra, wo man – auch ganz ohne Führung – gut und gerne einen halben Tag die interessantesten Themen in geschichtlicher, biologischer oder kultureller Hinsicht bewundern kann. Eine Klettertour auf den Turm durfe natürlich nicht fehlen – zu Fuß versteht sich. Der Lohn ist eine Aussichtsplattform, auf der man die Umgebung und den Stadtkern überblicken kann.
Dienstag, 9.9.2008
Heute steht eine Stadt auf dem Programm, die schon lange Ziel meiner Wünsche ist: Retz! Die Stadt ist herrlich und es lohnte sich, den ganzen Tag dafür einzuplanen!

Rathaus mit Turm
Am riesigen Stadtplatz lädt ein Brunnen, aus dem zu bestimmten Zeiten Wein, statt Wasser rinnt zur Rast um die sehenswürdigen alten Gebäude, wie das Rathaus samt dessen Turm neben dem Verderber – Haus zu bewundern.
Fast unglaublich: Die gesamte Stadt ist auf reinem Sand gebaut! Wer nun glaubt, wie dies möglich ist, dem sei eine Führung in den sogenannten “Retzer Erlebniskeller”, einem begehbaren Weinkeller unter der Stadt, nahegelegt.
Ein sehr kompetenter und immer wieder zu Späßen aufgelegter Führer erklärt nicht nur das immense unterirdische Labyrinth, sondern gibt auch Auskunft über so manch wissenswerte, geschichtsträchtige Verwendung des Retzer Weins. Überdies wird das Geheimnis eines Totgeweihten gelüftet, der in engem Zusammehang mit dem Lieblingsgetränk der Retzer steht….
Am Ende der Führung gibts dann noch Gelegenheit zu eine kleinen Weinverkostung in der Vinothek “Hotel-Althof”. Natürlich kann hier auch jede Menge an herrlichen Weinen gekauft werden, wenngleich ich jedoch sagen muss, dass die Veräuferschaft (zumindest an diesem Tag) nicht unbedingt die höchste Freundlichkeit an den Tag legte. Vielleicht sollte man den Wein doch besser beim Buschenschank oder beim Weinbauern kaufen….

Blick vom Turm, im Hintergrund die Windmühle
Sehr sehenswert war dann noch die bekannte Windmühle, die in der Vergangenheit leider ein wenig ein Schattendasein fristen musste, nun aber wieder bald omnipräsent sein sollte.
Den besten Überblick hat man natürlich aus der Höhe, deshalb: unbedingt rauf auf den Rathausturm, denn dort oben sieht man dann noch die letzten versteckten Kleinode, die diese Stadt zu bieten hat. Z.B. ein wunderschönens Sgraffito - Haus, am Hauptplatz vis-a-vis vom Verderberhaus.
Ein schöner Tag neigte sich dem Ende zu, darum gings nach kurzem Buschenschankbesuch bei “Kruspel” mit riiiesiger Jausenplatte wieder zurück nach Litschau.
Mittwoch, 10.9.2008

Wasserburg Heidenreichstein
Heute Ausflug zur Wasserburg Heidenreichstein! Das riesige, von der Herrschaft Kinsky bewohnte Schloss bot einen sehr imposanten, manchmal fast schon bedrohlichen Anblick.

Risse im altehrwürdigen Gemäuer
Man kann fast schon die Geschichte, die es schrieb herauslesen…. Zentimetertiefe Risse von Gewittern, bedrohlich dicke Wände und Zinnen. Innen dann eine Vielfalt an interessanten Sehenswürdigeiten, welche von einer sehr freundliche Dame genauestens erklärt werden. Auch hier kommt ein gewisses Maß an Humor nicht zu kurz, werden doch die allseits bekannten Redewendungen
- “den Löffel abgeben”
“Pech gehabt” und
“auf (bzw. unter) den Hund gekommen”
erklärt! Ich muss ehrlich zugeben, ich wusste keine einzige davon, aber seit der Führung in der Wasserburg werde ich sie mir merken! Deshalb unbedingt bei Gelegenheit anschauen!

zwei Waldrappen in Waidhofen
Später besuchten wir noch die Freiluft – Waldrappvoliere in Waidhofen/Th. wo man gratis diese interessanten Vögel in einem riesigen Gehege bewundern kann. Danach nahmen wir uns zum Abschluss des Tages eine Besuch im Hanfdorf Reingers vor. Leider war das Museum schon geschlossen und wir irrten ein wenig durch die hiesige Geografie. Das fanden zwei Einheimische ein bisschen komisch und boten uns Hilfe an. Auf die Frage nach dem Weg lotsten sie uns quer durch Fahrverbote und Waldwege (”… des is Wuascht, da schaut kana….!”), dass uns schon bald ein mulmiges Gefühl überkam.
Wir gelangten aber mit einer Mordsabkürzung (wie wir erst später feststellten!) auf den richtigen Weg und beschlossen daher noch, die Grenze nörlich von Litschau zur Tschechischen Republik anzuschauen.
Danach gings aber endgültig wieder heim nach Litschau.
Donnerstag, 11.9.2008
Heute war wieder packen angesagt: Noch einmal zum Herrensee, kurz schwimmen, immer noch schön warm. Danach Auto starten und ab nach Eferding / OÖ.
Zuerst statten wir der Linzer “Plus – City” einen Einkaufsbesuch ab, dann erreichen wir das Landgasthaus “Dieplinger” in Eferding, wo wir unseren Augen nicht ganz trauen, als uns die freundliche Chefin die “Suite”, ein irrsinnig schönes, riesiges Zimmer zum Übernachten gibt….!

Zehnertrauner vor dem Schoppermuseum in Aschach
Der Urlaub beinhaltet einen Besuch im Schoppermuseum in Aschach, wo man genaues über die frühere Art und Weise des Bootmachens erhält und einem der Begriff “schoppen” nähergebracht wird. Auch ein Fischermuseum ist im selben Haus, das sich übrigens in der Nähe des Donaukraftwerk Aschach befindet, untergebracht.
Freitag, 12.9.2008
Der heutige Tag ist mit Faulenzen verplant. Mit Faulenzen im Wasser der Eurotherme Bad Schallerbach/OÖ.
Samstag 13.9.2008
Auch der schönste Urlaub hat einmal ein Ende. Und nachdem (fast) jeder Urlaub ein schönster ist, heißt es heute endgültig Koffer packen. Heimweg ist angesagt, aber auf diesem gibts noch jede Menge Umwege, so dass man auch am letzten Tag noch was davon hat. Deshalb ist ein Ziel schnell gefunden und zwar Rosenheim, denn dort ist noch das Rosenheimer Herbstfest.
So…. a Maß Bier, a gscheit´s Bratl in der Ochsenbraterei und a Radiwurz´n hau ma uns no eini…. do leggst´ mi fei am Oasch, ge?….