Donnerstag, 29.5.2008
Heute starker Wind, jedoch herrliches Wetter mit blauem Himmel und wieder sehr heiß. Wir bekommen „unser“ Auto, ein nettes rotes kleines „Chevrolet Matiz“ von Europcar um nur € 88,- für zwei Tage, gebucht über TUI in unserem Hotel „Alexandra Beach ****“.
Und es geht gleich los, Abfahrt in westlicher Richtung nach Limenas, bzw. Thassos – Stadt, der Inselhauptstadt im Norden – da wo wir schon mit der Fähre bei der Ankunft angelegt haben.

Klick für größere Darstellung dieser urtypisch griechischen Kapelle

Kapelle am Kap Evraiókastro

Wir schauen uns viele interessante Ausgrabungen und Sehenwürdigkeiten an, wobei die schillerndste sicherlich die Kapelle Àgii Apòstoli am Kap Evraiókastro ist. Eine sehr schöne Kapelle im typischen griechischen Stil, direkt daneben die rauschende Brandung des Meeres…. Ein traumhafter Anblick muss man sagen!  

 

Auch sehr interessant: das Antike Theater, gleich in der Nähe der Kapelle gelegen. Was man hier aber sehr negativ anmerken muss: Es gab (jedenfalls zu der Zeit, als wir in Limenas waren) keinen „offiziellen“ Eingang in dieses tolle Bauwerk, von dem man später einen traumhaften Blick hinunter in die Stadt Limenas und das Meer hat. Auf welche Art und Weise wir – und auch alle anderen zu dieser Zeit anwesenden Touristen – uns Zutritt verschaffen mussten, ist auf folgendem Bild ersichtlich:

Hindernislauf auf Thassos....

Sei´s drum. Weil wir aber gerade beim negativen sind: Auch einige der vielen Ausgrabungen, die wir uns so angesehen haben, waren sehr ungepflegt.

Klick und durchwandere meterhohes Gras....

Poseidonion?? eher eine Grassteppe....!

Fast nicht zu verstehen, das wäre doch an sich interessant. Aber am sg. Poseidonion (Possidion) beispielsweise war nicht einmal der Ansatz einer Ausgrabung zu erkennen, weil alles von meterhohem Gras zugewachsen war.
 

 

 

 
OK, schnell was trinken auf den Schrecken…. OK, nein – soo schlimm wars auch wieder nicht, aber ich wollte dem griechischen Kaffee noch eine Chance geben. Jener in Potos ist mir noch in „bester“ Erinnerung…. das heißt, es kann ja nur besser werden….! Also, niedergelassen in einem kleinen Café neben dem Fotomotiv Nr. 1 in Limenas, dem bekannten Walmdachgebäude am antiken Kriegshafen und bestellt…. OK, erster Schluck…. Resultat: urgl, nie mehr wieder! Gut, dass ein Glas Wasser mitserviert wurde….

Danach schnell zurück zum Auto, die Hitze ist groß und wir brauchen Sonnenschutz. Über eine vermeintliche Abkürzung wollen wir vom Parkplatz am neuen Fährhafen zum Zeus-Hera Tor, jedoch die im Schwab – Buch auf der Karte auf Seite 87 eingezeichnete, im Bogen nach links gekrümmte Straße beim „Neápolis Travel“ gibts nicht…. Soll heißen, diesen Weg sollte man meiden, außer man will, so wie wir´s praktiziert haben, einen Spaziergang entlang der stark befahrenen Bundesstraße machen. Wir gelangen dann doch zu unseren Ausgrabungen Zeus – Hera Tor, Silenentor , Tempel des Herkules und Odeon. Stadtkirche von LimenasDie sind auch in etwas besserem Zustand, als das oben angeführte Poseidonion und sehr interessant.
Die Stadtkirche von Limenas schauen wir uns auch noch an und wundern uns darüber, dass sie eine ganz andere Fassade hat, als das Foto im Schwab-Buch auf Seite 93. Danach noch ein Abstecher in die Agora, ehe uns der Hunger packt und wir ein tolles Essen in einer Taverne, direkt unterhalb der Agora serviert bekommen.

 
Dann haben wir genug gesehen von Limenas, nur dem Töpfer Kostas wollen wir noch einen Besuch abstatten. Vorbei an der Kapelle Agios Vassilios erreichen wir dessen Haus und finden eine Tafel an der Einganstür mit den Öffnungszeiten 15:00 bis 17:00 Uhr vor. Wie spät ist es jetzt? 16:50 Uhr, OK – aber keiner da, Tür verschlossen. Schade. Wie wir so gehen, treffen wir direkt am Haus des Töpfers einen Herrn, von dem wir dann annahmen, dass es sich vielleicht um den Töpfer handelt und sprechen ihn an. Der vermeintliche Künstler entpuppt sich dann aber als Urlaubsgast aus Serbien, der nur ein Platzerl zum Baden sucht (das Haus des Töpfers ist direkt am Meer). In gebrochenem Deutsch unterhalten wir uns kurz, wobei wir dann etwas lachen mussten, als er „gefällt es euch?“ mit „gefährlich“ übersetzte und wir darauf antworteten: „neeeein!“. Im Nachhinein war uns dann klar, warum er ein wenig eigenartig dreinschaute….

Danach aber endgültig Limenas verlassen, wir sehen uns noch den Ort Agios Georgios (fast jede zweite Kapelle heißt übrigens so, habe ich festgestellt!) und Rachoni an. Die Kirche in Rachoni, aus der eine Quelle heraussprudet ist sehr interessant anzusehen.

Hohler Baum in Megálo Kazaviti - Klick für VergrößerungNächste Station dann Megálo Kazaviti: Wir wollen die für diesen Ort bekannten ausgehöhlten Bäume sehen und trinken um sage und schreibe € 2.40 zwei (!) Cola in diesem sehr netten Dörfchen. Apostelkirche in Megálo KazavitiDie im Schwab-Buch beschriebene Apostelkirche sehe ich mir auch noch an, die hat schon fast ein wenig etwas unheimliches an sich. Leider verschlossen, wie fast alle Kapellen. Aber das Fenster an der linken Vorderseite ist offen und strecke die Hand rein, für zumindest ein Foto….

 

 

Letzte Station für heute, obwohl meine Freundin schon protestiert: Kallirachi
Enge Gassen überall erinnern schon fast an Venedig, nur viel steiler ist´s. Klar, ist ja auch ein Bergdorf. Die Einheimischen mustern uns ein wenig…. Sieht so aus, als komme da nicht oft jemand fremder daher.

Dann wars aber genug für heute. Zurück ins Hotel „Alexandra Beach ****“, Abendessen bei „unserem“ Kellner Christos, der uns mittlerweile schon beim Tisch suchen abfängt und uns gleich einen freien Platz in „seinem Revier“ anbietet.
Danach noch ein Drink an der Bar und ab in die Heia….

nützliche Links:
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
Wikipedia – Infos Thassos
Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag

Zum Anfang ( Thassos 2008 ) 
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