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Sonntag, 30.8.2009
Nach der Anreise über den Reschenpass mit viel Verkehr sind wir schließlich gut angekommen in unserem Hotel in Sottomarina. Sehr beeindruckend waren die letzten Kilometer vor dem Hotel, als man auf der Hauptstraße durch die venezianische Lagune fuhr. Ein erstes Erlebnis….
Nach dem einchecken im gebuchten Hotel „Le Tegnue“, einem schönen 4 Sterne Hotel mit sehr freundlichem Empfang an der Reception, erhielten wir unser Zimmer im 4. Stock – seitlicher Meerblick und ein kleiner Balkon inclusive.
Vom Zimmer haben wir uns zwar ein wenig mehr erwartet für die 4 Sterne, denn es war doch ein wenig klein. Dafür war es aber absolut neu und sehr sauber. Das Bad war dafür sehr groß und ebenfalls sehr sauber.
Dafür allerdings Strandservice am Meer, Tiefgaragenparkplatz, Safe und Fahrradverleih kostenlos inklusive.
Das Abendessen war dann wahrlich ein richtiger Höhepunkt – und zwar ausnahmslos jeden Tag! Super angenehme Athmosphäre, sehr freundliche Bedienung. Ein eigener Kellner für die Speisen, ein anderer nur für die Getränke und man wird sehr aufmerksam bedient. Jeden Tag gibt es ein Salat- und Vorspeisenbuffet, das ständig nachgefüllt wird und dann erhält man die Vor- und Hauptspeisen, die man sich beim Frühstück zwischen Fisch/Fleisch/vegetarisch auswählen kann. Ein tolles Dessert gibt´s natürlich auch noch.
Nach dem Essen schlenderten wir ein wenig an der Uferpromenade entlang, an der es jede Menge netter Lokale gibt, mit Getränken zu überraschend niedrigen Preisen….
Montag, 31.8.2009
Schönes Wetter, keine Wolke am Himmel, heiß! Also sofort ab ins Meer und zwar zum „Bagni Clodia“, dem nur ca 50m vom Hotel entfernten Strandabschnitt an der Adria.
Hotelgäste des „Le Tegnue“ bekommen hier kostenlos Liegen und einen Sonnenschirm.
Toller Strand mit einem netten Strandcafé, wo man neben Getränken auch ein paar ausgezeichnete Piadine als Mittagessen bekommt.
Ein toller Tag zum Relaxen….
Dienstag, 1.9.2009
Heute steht der Besuch der Lagunenstadt Chioggia auf dem Programm. „Klein Venedig“ wird das ebenfalls auf Pfählen erbaute Städtchen genannt, oder auch die „kleine Schwester“ der großen Lagunenstadt.
Sottomarina ist übrigens ein Stadteil von Chioggia.
Man muss sagen, die Ähnlichkeit mit Venedig ist durchaus gegeben, auch wenn es nur vier Kanäle gibt und nicht unzählige wie in Venedig. Der Hauptkanal, was den Tourismus angeht ist der „Canale Vena“, über den insgesamt neun Brücken gespannt sind. Die auffälligste und prunkvollste derselben ist mit Sicherheit die „Ponte Vigo“ am Ost-Ende der Stadt. Dort befindet sich auch der Hafen und beginnt an dieser Stelle auch der „Corso del Popolo“, die in westliche Richtung führende Hauptstraße, an der sich die Geschäfte, Restaurants und Kirchen befinden.
Vom Hotel „Le Tegnue“ aus kann man Chioggia in wenigen Minuten problemlos zu Fuß erreichen. Der Spazierweg führt hierbei über die stark befahrene Hauptstraße, von der man zuerst den ersten Kanal, den „Canale San Domenico“ überquert, auf dem sich unzählige Fischerboote befinden.
Chioggia kann nämlich ohne weiteres als eine Italienische Fischerhauptstadt bezeichnet werden.
Diesem Ruf wurden allerdings die von uns aufgesuchten Restaurants leider nicht gerecht. Den Besuch zB im Restaurant „Al Buon Pesce“ hätten wir uns eigentlich schon bei der Aufnahme der Bestellung durch den total unsympathischen Kellner (oder war´s der Chef – wär dann noch schlimmer….!) abschminken sollen, wir blieben aber dennoch sitzen. Die bestellten Muscheln waren dann echt ein Witz…. sicher die Hälfte derselben waren schlicht und einfach leer. Reklamation wurde ignoriert….
Danke und auf Nimmerwiedersehen, leider eine Riesenenttäuschung!
Leider war das nicht die einzige negative Begegnung mit den Chioggioti. Die Freundlichkeit der Bedienungen in einer Bar kurz zuvor entsprach nämlich dem dort angebotenen Gelato: eiskalt!
Keine Ahnung woran´s lag, war es die Nachsaison? Auf jeden Fall bleiben mir die Einwohner dieses netten Städtchens in miserabler Erinnerung.
Chioggia bietet einiges an tollen Fotomotiven! Auch wenn ein Teil der Stadt gerade Baustelle war, gabs einiges zu sehen. Ein Tag reicht allerdings, dann ist man durch – so umfangreich wie in der großen Schwesterstadt Venedig ist es dann doch wieder nicht.
Das wäre dann auch das nächste Problem in Chioggia: nämlich das ziemlich schlechte Tourismusmanagement: Es gibt zwar ein Tourismusbüro, dieses hat aber mehr geschlossen als geöffnet und die Möglichkeiten, sich etwas anzuschauen, waren sehr begrenzt.
Sehr interessant war allerdings das rege Treiben am Fischmarkt an der „Ponte Peschiera“.
Am frühen Nachmittag kehrten wir dann wieder nach Sottomarina zurück und relaxten am Meer.
So unfreundlich die Leute in Chioggia waren, umso mehr entschädigten uns wiederum die Angestellten des „Le Tegnue“. Abendessen wieder ein Traum!
Mittwoch, 2.9.2009
Heute steht wieder relaxen am Meer auf dem Programm, also wieder hinunter zum Strand „Bagni Clodia“
Am Abend dann fahren wir nach dem Abendessen mit dem kleinen Zug, dem „Trenino“, der eine Runde von Sottomarina (Einstieg direkt vor unserem Hotel „Le Tegnue“) nach Chioggia und zurück dreht. Der Lokführer war so nett, uns in Chioggia aussteigen zu lassen, damit wir die Stadt auch noch nachts ansehen können.
Hierbei entdecken wir endlich den lang gesuchten aber nie gefundenen Abfahrtsplatz des Motorboots „Ulisse“ (wieder einmal miserable Beschreibungen ohne Ortsangaben!), das eine nette, ca halbstündige Fahrt in die kleinen Kanäle der Stadt unternimmt. Vom Hafen aus tuckern wir ein Stück des „Canale Vena“ entlang, dann in den „Canale San Domenico“, benannt nach dem dortigen Kloster und ein wenig hinaus in die Laguna zur „hl. Madonna degli Pescatori“, der Patronin der Fischer.
Wieder angekommen in Chioggia warten wir auf den Trenino, der uns wieder zurück nach Sottomarina fährt.
Donnerstag, 3.9.2009
Unser Hotel „Le Tegnue“ bietet unter anderem einen kostenlosen Fahrradverleih an, den wir heute nutzen wollen. Mit zwei recht tollen Drahteseln erkunden wir aufs neue Chioggia und geraten mitten in den – jeden Donnerstag abgehaltenen – (Fetzen-)Markt im „Corso del Popolo“.
Danach schnappen wir uns eines der stündlich ablegenden Linienschiffe auf die Insel Pellestrina, die zwar recht interessant ist, aber außer den bemerkenswerten „Murazzi“ keine sonderlichen Sehenswürdigkeiten bietet. Die wiederum sind allerdings sehr eindrucksvoll, stellen sie doch die monumentale Absicherung der Inselbewohner gegen das Meer dar und bilden eine gewaltige, begehbare Mauer.
Das negative: Alle Restaurants sind schon geschlossen, in dem einzigen noch offenen „Celeste“ bekommen wir grad noch (wiederwillig) was zu trinken. Schon wieder so „freundliche“ Leute, das gibts doch nicht….
Eine Info über die Linienschiffe samt Fahplan (Englisch) gibts hier.
Wieder zurück in Chioggia genehmigen wir uns an der traumhaften „Ponte Vigo“ eine Pizza in einem Lokal, in dem uns erneut die Unfreundlichkeit des Personals erfrieren lässt. Ich gebs nun endgültig auf….
Wir schwingen uns wieder auf die Bikes, radeln die äußere Landzunge von Sottomarina entlang, genehmigen uns noch ein Eis (diesmal eine nette Bedienung, gibts das?) und kehren dann wieder ins „Le Tegnue“ zurück.
Noch ein Sprung ins Meer, dann – wie immer – super Abendessen und danach an der Uferpromenade auf ein Getränk ins „Pepenero“, einem supernetten Lokal, unweit des „Le Tegnue“ Hotels.
Samstag, 5.9.2009
Es hat den Anschein, dass wir den gestrigen Wind vom Po-Delta mit nach Sottomarina gebracht haben. Der Strand ist heute unpassierbar, es weht – zwar bei sehr sonnigem Wetter – so stark, dass vereinzelt der Sand unter den Steinplatten herausgeblasen wird und diese kreuz und quer herumliegen.
Am Hotelpool ist es noch auszuhalten, denn eine dichte Hecke schützt uns ein wenig vor dem starken Wind.
Am Nachmittag wage ich dennoch einen Sprung ins – sehr warme- Meer und die hohen Wellen machen eigentlich großen Spass. Die besorgten Blicke eines Salvataggios wahrnehmend, breche ich mein Meer-Sturm-Abenteuer dann aber doch schließlich ab.
Am Abend gibts noch ein letztes Mal ein sensationelles Abendessen (so wie jeden Tag) in unserem „Le Tegnue“ und danach drehen wir noch einmal eine Trenino-Runde.
Sonntag, 6.9.2009
Auf gehts, nach dem letzten Frühstück im „Le Tegnue“ verabschieden wir uns von den netten Kellnern und begeben uns via Autobahn über den Reschenpass wieder nach Hause.
Fazit: Chioggia ist eine feine, nette und sehenswürdige Stadt, allerdings mit sehr unfreundlichen Menschen….
Die große Ausnahme waren die Bediensteten des Hotel „Le Tegnue“. Es war schön, diese Gegend gesehen zu haben, auch wenn man für die Urlaubsplanung ein wenig Spontaneität benötigt….










