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Griechenland, Thassos…. toll, lang schon drauf gefreut. gebucht bei TUI, super günstiges Angebot bekommen und zwar Hotel
Alexandra Beach **** in Potos, an der Südseite der Insel gelegen. Es sollte sich herausstellen, dass es wohl eines der allerschönsten (für mich überhaupt das schönste) Hotel auf der gesamten Insel ist. Doch alles der Reihe nach….
Also, Abflugzeit von München: 6:00 Uhr!! Einchecken daher um 4:00 Uhr…. hmmmm! Wir beschließen, einen Tag vorher anzureisen….
Samstag, 24.5.2008
….das Auto beim Park- und Taxiservice „Eder“ in Hallbergmoos untergestellt und ca 3 km weiter entfernt ein Zimmer im
„Gästehaus am Flughafen“ genommen. Alles klappt echt super, das Zimmer nett, der Taxiservice klappt 1A, superpünktlich und – ein wenig vorgegriffen – wir werden auch pünktlich vom Flughafen wieder abgeholt und zu unserem Auto gebracht.
Am Abend beschließen wir noch, das in der Nähe befindliche Erding anzuschauen und begeben uns dann noch – in Vorfreude auf die Reise – auf den Aussichtshügel beim Flughafen und schauen uns das rege Treiben an, bevors dann richtig losgeht…..
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
Wikipedia – Infos Thassos
Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag
Sonntag, 25.5.2008
Um 4:15 Uhr Ankunft in der Schalterhalle vom Flughafen MUC. OK soweit. Dann aber….: MILLIONEN von Menschen, die offensichtlich auch nichts anderes im Kopf haben, als ausgerechnet mit unserer Air-Berlin zu fliegen. Tja…. Stellt man sich also hinten brav an, eine Schlange, die sich 4x windet und dahinter noch gut und gern 20m darüberhinaus steht! Geht dann aber doch schnell muss man sagen, die Mädels am Schalter arbeiteten flott! Zack, rein in den Flieger und ab nach Hellas.
Das schlimme an Griechenland ist ja folgendes: kaum dass du überhaupt den Boden richtig berührt hat, bist du schon eine Stunde gealtert! Uhr vorstellen, OK. Wir landen am kleinen Flughafen von Kavala, der sich dafür den Namen eines ganz Großen zugelegt hat: „Alexander der Große“! Alles klappt bestens, Gepäck da, Freundin auch noch da, was will man mehr? Nix wie rein in den Bus, kurze Fahrt nach Keramoti, ein nettes kleines Hafenstädtchen.
Die „Thassos VI“, die einzige wetterfeste Fähre, wartet schon auf uns. Autos fahren rein und raus, unter anderem zwei LKWs, beladen mit dem schönen, schneeweißen thassiotischen Marmor, der gern bis nach Italien geliefert wird.
Übrigens: Auf der Fahrt zum Hafen erlebten wir interessante Eindrücke griechischer Landwirtschaft, nämlich Reisfelder und Kiwiplantagen, kein Scherz!

Auf der Fähre dann der erste richtige Ägäiseindruck: Schönes, klares Wasser und hunderte von Möwen, die ein bizarres Naturschauspiel boten: In riesigen Schwärmen flogen sie nur vielleicht 20cm über der Wasseroberfläche neben dem Schiff mit, drehten ab und kehten wieder von hinten kommend zurück. Es dauerte eine halbe Stunde, bis ich mitbekam, was da abgeht: Das Schiff wirbelte Fische an die Oberfläche und das war anscheinend das Frühstück der Möwen….
Dann Ankunft in Limenas, oder auch Thassos-Stadt. Noch nicht viel gesehen, gleich in den Bus, der mit uns per Schiff unterwegs war und dann weiter nach Potos ins „Alexandra Beach ****“.
Die Ankunft im Hotel war schon sehr angenehm. Freundlich und zuvorkommend bei der Reception, Kofferträger bis ins Reich der nächsten sieben Tage. Im Spa-Trakt untergebracht, tolles, großes Zimmer mit Terrasse, Klima und Mückenvorhang (sehr wichtig!).
Gleich weiter zum hoteleigenen Strand…. ebenfalls traumhaft schön! Gemütlich, Liegen gratis, Volleyballnetz, Sand mit ganz feinen bunten Steinchen durchsetzt, Felsen, Bäume, eine schöne Strandtaverne und: …. die grüne Ägäis mit klarem Wasser! Allerdings: jede Menge Seeigel! Deshalb Strandschuhe unumgänglich! OK, am Abend dann kaufen, beim Spaziergang nach Potos….
Abendessen: Buffet gibts, Kellner sehr zuvorkommend, Essen ausgezeichnet, für jeden etwas dabei und es wird reichlich nachgefüllt. Wichtig: Herren müssen eine lange Hose tragen, darauf wird schon vor dem Restaurant hingewiesen.
Danach ein kleiner Abstecher nach Potos, nur ca 10 Gehminuten. Vorbei an den Geschäftchen, wie man sie schon aus Italien kennt, schnell Strandschuhe gekauft, die nur die Hälfte von denen im Hotelshop kosteten und noch auf ein Bier zu den Strandbars. Vorher noch schnell einen griechischen Kaffee probiert – muss man ja schließlich! Muss man?? …. uuuaaahh, da fallen einem ja die Haare aus, nein das war nix – ist der überall so schrecklich?? Wurscht…. Die Bars sind schön, nett zum sitzen, aber es ist ziemlich laut, da jeder den Sound aufdreht. Vier verschiedene Rhythmen innerhalb von gerade 100m ist fast ein wenig zu viel….
Dann heim ins Zimmer. Im Bad klemmt die Duschtür, Mist! Gleich gemeldet, die Tante an der Reception sagt, wird sofort morgen in der Früh gemacht. schaunmermal….
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
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Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag
Montag, 26.5.2008
Heute erstmals Frühstück im Hotel. Spazierweg vom Zimmer ca 1 min bis zum Speisesaal, wo wir ein ein üppiges Buffet bekommen. Danach kurze Besprechung mit der TUI-Frau, die uns viele interessante Sachen von der Insel erklärt. Wir richten uns einen Plan für die kommende Woche zurecht und beschließen, heute am Strand zu bleiben und zu relaxen. Herrliche Ruhe – schließlich ist ja noch Vorsaison. Einen kleinen Happen in der gemütlichen Strandtaverne
(Bild) eingenommen, die ebenfalls zum Hotel gehört und die einen super Ausblick bis zum Berg Athos erlaubt, sofern die Sicht das zulässt. Einige „Bettler“ in gefiederter Form unterhalten uns auch noch. Die fressen einem die angebotenen Brotstückchen sogar aus der Hand, gibt´s denn das, sowas von frech!
Nach dem Imbiss gings erstmals ab zum Schnorcheln. Bei herrlicher Sicht in diesem klaren Meerwasser gabs einiges zu sehen und mit den Strandschuhen, bzw. Flossen ist das mit den vielen Seeigeln überhaupt kein Problem. Nur – wenn man die nicht hat, dann könnte der Urlaub schnell gelaufen sein, also unbedingt mitnehmen, bzw. kaufen! Dann ist´s überhaupt kein Problem und die interessanten Tierchen können auch gut beobachtet werden.
Vom Pool kann ich leider nichts berichten, außer dass die Anlage sehr sauber und überaus gepflegt ist. Ich bevorzuge jedoch das Meer und habe keine Minute am Schwimmbecken verbracht.
Nach einem sehr entspannendem Tag mit Nichtstun trotten wir zu unserem Zimmer zurück und stellen höchst erfreut fest, dass 1. das Zimmer tip-top geputzt und hergerichtet ist und 2. die gestern nachts beanstandete defekte Duschtür unverzüglich repariert wurde! Fein fein, ein sehr großer Pluspunkt!
Danach zum Abendessen. Dieses ist „gemischt“, deutsch-orientiert, aber auch ausgiebig griechisch.
Nach dem Essen noch auf einen Drink an die Bar draußen, dann ab in die Heia.
Uups – was war das plötzlich? Kommt ein Sturm auf? Das hört sich nicht gut an….!
OK, war nur der Aufzug. Bisschen laut, naja. Auch die Wände zum Nachbarn. Den hört man schon einmal, wenn der furzt. Vielleicht ein Kritikpunkt? Der erste… Wände aus Papier….!
Nein! Nein, nein so schlimm ist´s auch wieder nicht. Und die Gäste, die in dieser Anlage urlauben, die sind einfach nicht laut. Die sind genauso in Ordnung, wie die ganze restliche Anlage. Also, das ist kein Problem, alles OK!
Dienstag, 27.5.2008
Frühstück, danach Auto gebucht für Donnerstag und Freitag über die TUI – Dame, wir wollen die Insel ja auch ein wenig erkunden.
Heute jedoch steht die erste größere Aktivität auf dem Programm – eine Wanderung zur ehemaligen Inselhauptstadt Theologos. Ganz tolle Beschreibung im Buch „Thassos & Samothraki“ vom Michael Müller Verlag, niedergeschrieben von Antje und Gunther Schwab. 
Auf den Seiten 160 und 161 findet man hierbei eine genaue Beschreibung mit einzelnen Wegpunkten. Abmarsch vom Hotel, direkt ins Ortszentrum von Potos, dann hinein mitten in die Geographie und direkt weiter zum Wanderweg. Wir stellen fest, eigentlich stimmt alles exakt überein mit der Beschreibung, die ja wirklich sehr genau ist. Nur den erwähnten Bach gibt es nicht mehr, stattdessen ein trockenes Bachbett, man kann sich aber dennoch sehr gut orientieren. Kurz vor dem beschriebenen Wassertank zwischen WP 4 und WP 5 tröpfelt dann zwar ein kleines Rinnsal dahin, später aber ist wieder alles trocken.. Auch die zwei Bäche nach dem „Macchia Tal“ gibt es nicht – offensichtlich ausgetrocknet. Dafür gibts jede Menge Müll, schrecklich! Man muss sich vorstellen: Man findet hier eine fast unberührte Natur mit wunderschönen, alten, knorrigen Olivenbäumen und Wiesen vor…. doch plötzlich: eine Müllhalde direkt neben dem Wanderweg, mit Abbruchmaterial, Plastikflaschen, Papier und sonstigem Restmüll aller Art. Man muss schon sagen, da ist die Einstellung der Griechen schrecklich….
Dann endlich, Theologos – erreicht nach ca dreienhalb Stunden bei nicht unerwähnenswerter Hitze! (Sonnenschutz mitnehmen empfehlenswert!). Ein kleines Städtchen mit einerseits total heruntergekommenen Baracken und andererseits wieder schönen, modernen Neubauten im typischen griechischen Stil.
Wir schauen uns den Ort an und setzen uns dann in
die „Taverna Lampiris“ (oder auch „Lambiris“?) einem Tipp aus dem oa Buch. Und der Tipp war echt OK, wir sind zwar die einzigen Gäste, doch der Wirt lässt sich nicht lumpen und die ganze Speisekarte steht uns zur Verfügung! Es hat echt super geschmeckt.
Ein Bierchen noch bei dieser Hitze und ab gehts zu einigen netten kleinen Sehenswürdigkeiten, wie zB der besichtigungswerten
„steinernen Brücke“ und der fast schon ein wenig mystisch wirkenden Kirchen. Und hier dürfte wohl beim Druck des oa Buches ein kleiner Fehler passiert sein, denn auf der Seite 167 ist ein Bild der
„Kirche der heiligen Paraskeví“ abgebildet. Diese abgebildete Kirche steht in Wirklichkeit aber an der Stelle, an der auf dem Plan im Buch auf Seite 166 die Kirche „Àgios Dimítrios“ eingezeichnet ist. Leider waren beide Kirchen verschlossen und ich konnte nicht entschlüsseln, um welche Kirche es sich nun bei jener auf der Seite 167 nun wirklich handelt.
Wenns jemand weiß, oder herausgefunden hat – bitte gerne in einem Kommentar hier eintragen, OK? Danke!
Interessant ist ja auch, dass man jede Menge Touristen sieht, Deutsche, Österreicher, Holländer usw usw, aber alle haben eins gemeinsam: nämlich dieses oben angeführte Buch, mit dem sie durch die Gegend spazieren. Bei uns wars ja auch nicht anders. Es ist wirklich empfehlenswert!
Angesichts der großen Hitze entschließen wir uns dann um 16:00, mit dem Bus wieder nach Potos zurück zu fahren. Lieber noch ein wenig den Strand genießen und abkühlen….
Der Bus ist – ungeöhnlicherweise für Griechenland – sogar total pünktlich. Einen Plan für die Busabfahrtszeiten bekamen wir auch noch. Einen Download vom Busfahrplan der gesamten Insel gibts hier.
Strand wieder traumhaft, genau die richtige Erholung nach dem Spaziergang.
Danach Abendessen, heute „griechischer Abend“ – vor dem Hotel wird gegrillt, Musik spielt. Folklore halt, wie man sie auch bei uns kennt, wenn die Schuhplattler aufmarschieren. Den Leuten gefällts.
Ich hingegen amüsiere mich mehr über den Typen aus Deutschland, der sich den Teller am Buffett so voll häuft, dass er sich auf dem Weg zu seinem Tisch wie ein Spitzensportler konzentrieren muss, damit ihm seine 15 aufgetürmten Calamari nicht runterfallen. Man hat ja schließlich bezahlt für, oder? Es kommt wie es kommen musste: Er übersieht den am Nebentisch aufgestellten Sektkübel und kickt diesen in Hansi Krankl-Manier ca 3 Meter in hohem Bogen durch den Speisesaal…. Krachbumms! Gottseidank war die Flasche schon leer und die Gäste schon fort, so konnte er nur noch die im Kübel befindlichen Eiswürfel auf einer Fläche von ca 15m² verteilen. Macht nix, nach 5 min war alles geputzt und der Herr mit nunmehr hochrotem Kopf hat sich einen anderern Platz, ganz am anderen Ende des Speisesaales, gesucht….
Mittwoch, 28.5.2008
Heute ist nur angesagt: Essen und Strand. Sofort nach dem Frühstück runter zum Wasser, bei erneut traumhaftem Wetter. Sicher min. 3 Stunden mit Schnorcheln verbracht, weils hier wirklich einiges zu sehen gibt unter Wasser.
Im Speisesaal herrscht freie Platzwahl. Nachdem wir gestern einen wirklich besonders freundlichen und aufmerksamen Kellner hatten, nämlich Christos, nehmen wir uns heute gerne wieder einen Platz in seinem Bereich.
Nach einer Partie Canasta auf der gemütlichen Zimmerterrasse fallen wir, müde vom Nichtstun, ins Bett….
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag
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Donnerstag, 29.5.2008
Heute starker Wind, jedoch herrliches Wetter mit blauem Himmel und wieder sehr heiß. Wir bekommen „unser“ Auto, ein nettes rotes kleines „Chevrolet Matiz“ von Europcar um nur € 88,- für zwei Tage, gebucht über TUI in unserem Hotel „Alexandra Beach ****“.
Und es geht gleich los, Abfahrt in westlicher Richtung nach Limenas, bzw. Thassos – Stadt, der Inselhauptstadt im Norden – da wo wir schon mit der Fähre bei der Ankunft angelegt haben.
Wir schauen uns viele interessante Ausgrabungen und Sehenwürdigkeiten an, wobei die schillerndste sicherlich die Kapelle Àgii Apòstoli am Kap Evraiókastro ist. Eine sehr schöne Kapelle im typischen griechischen Stil, direkt daneben die rauschende Brandung des Meeres…. Ein traumhafter Anblick muss man sagen!
Auch sehr interessant: das Antike Theater, gleich in der Nähe der Kapelle gelegen. Was man hier aber sehr negativ anmerken muss: Es gab (jedenfalls zu der Zeit, als wir in Limenas waren) keinen „offiziellen“ Eingang in dieses tolle Bauwerk, von dem man später einen traumhaften Blick hinunter in die Stadt Limenas und das Meer hat. Auf welche Art und Weise wir – und auch alle anderen zu dieser Zeit anwesenden Touristen – uns Zutritt verschaffen mussten, ist auf folgendem Bild ersichtlich:

Sei´s drum. Weil wir aber gerade beim negativen sind: Auch einige der vielen Ausgrabungen, die wir uns so angesehen haben, waren sehr ungepflegt.
Fast nicht zu verstehen, das wäre doch an sich interessant. Aber am sg. Poseidonion (Possidion) beispielsweise war nicht einmal der Ansatz einer Ausgrabung zu erkennen, weil alles von meterhohem Gras zugewachsen war.
OK, schnell was trinken auf den Schrecken…. OK, nein – soo schlimm wars auch wieder nicht, aber ich wollte dem griechischen Kaffee noch eine Chance geben. Jener in Potos ist mir noch in „bester“ Erinnerung…. das heißt, es kann ja nur besser werden….! Also, niedergelassen in einem kleinen Café neben dem Fotomotiv Nr. 1 in Limenas, dem bekannten Walmdachgebäude am antiken Kriegshafen und bestellt…. OK, erster Schluck…. Resultat: urgl, nie mehr wieder! Gut, dass ein Glas Wasser mitserviert wurde….
Danach schnell zurück zum Auto, die Hitze ist groß und wir brauchen Sonnenschutz. Über eine vermeintliche Abkürzung wollen wir vom Parkplatz am neuen Fährhafen zum Zeus-Hera Tor, jedoch die im Schwab – Buch auf der Karte auf Seite 87 eingezeichnete, im Bogen nach links gekrümmte Straße beim „Neápolis Travel“ gibts nicht…. Soll heißen, diesen Weg sollte man meiden, außer man will, so wie wir´s praktiziert haben, einen Spaziergang entlang der stark befahrenen Bundesstraße machen. Wir gelangen dann doch zu unseren Ausgrabungen Zeus – Hera Tor, Silenentor , Tempel des Herkules und Odeon.
Die sind auch in etwas besserem Zustand, als das oben angeführte Poseidonion und sehr interessant.
Die Stadtkirche von Limenas schauen wir uns auch noch an und wundern uns darüber, dass sie eine ganz andere Fassade hat, als das Foto im Schwab-Buch auf Seite 93. Danach noch ein Abstecher in die Agora, ehe uns der Hunger packt und wir ein tolles Essen in einer Taverne, direkt unterhalb der Agora serviert bekommen.
Dann haben wir genug gesehen von Limenas, nur dem Töpfer Kostas wollen wir noch einen Besuch abstatten. Vorbei an der Kapelle Agios Vassilios erreichen wir dessen Haus und finden eine Tafel an der Einganstür mit den Öffnungszeiten 15:00 bis 17:00 Uhr vor. Wie spät ist es jetzt? 16:50 Uhr, OK – aber keiner da, Tür verschlossen. Schade. Wie wir so gehen, treffen wir direkt am Haus des Töpfers einen Herrn, von dem wir dann annahmen, dass es sich vielleicht um den Töpfer handelt und sprechen ihn an. Der vermeintliche Künstler entpuppt sich dann aber als Urlaubsgast aus Serbien, der nur ein Platzerl zum Baden sucht (das Haus des Töpfers ist direkt am Meer). In gebrochenem Deutsch unterhalten wir uns kurz, wobei wir dann etwas lachen mussten, als er „gefällt es euch?“ mit „gefährlich“ übersetzte und wir darauf antworteten: „neeeein!“. Im Nachhinein war uns dann klar, warum er ein wenig eigenartig dreinschaute….
Danach aber endgültig Limenas verlassen, wir sehen uns noch den Ort Agios Georgios (fast jede zweite Kapelle heißt übrigens so, habe ich festgestellt!) und Rachoni an. Die Kirche in Rachoni, aus der eine Quelle heraussprudet ist sehr interessant anzusehen.
Nächste Station dann Megálo Kazaviti: Wir wollen die für diesen Ort bekannten ausgehöhlten Bäume sehen und trinken um sage und schreibe € 2.40 zwei (!) Cola in diesem sehr netten Dörfchen.
Die im Schwab-Buch beschriebene Apostelkirche sehe ich mir auch noch an, die hat schon fast ein wenig etwas unheimliches an sich. Leider verschlossen, wie fast alle Kapellen. Aber das Fenster an der linken Vorderseite ist offen und strecke die Hand rein, für zumindest ein Foto….
Letzte Station für heute, obwohl meine Freundin schon protestiert: Kallirachi
Enge Gassen überall erinnern schon fast an Venedig, nur viel steiler ist´s. Klar, ist ja auch ein Bergdorf. Die Einheimischen mustern uns ein wenig…. Sieht so aus, als komme da nicht oft jemand fremder daher.
Dann wars aber genug für heute. Zurück ins Hotel „Alexandra Beach ****“, Abendessen bei „unserem“ Kellner Christos, der uns mittlerweile schon beim Tisch suchen abfängt und uns gleich einen freien Platz in „seinem Revier“ anbietet.
Danach noch ein Drink an der Bar und ab in die Heia….
nützliche Links:
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
Wikipedia – Infos Thassos
Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag
Freitag, 30.5.2008
Gleich nach dem Frühstück setzen wir uns wieder in unseren „Chevy“ und düsen los in Richtung Limenaria, dem zweitgrößten Ort der Insel.
Der Hafen ist wirklich sehr nett, aber das „Palataki“, ein gelbfarbenes, weitum sichtbares großes Gebäude auf der Anhöhe über dem Hafen wirkt schon extrem verfallen. Ein wenig besser erhalten scheinen da die runden Türme der Hochöfen, sowie das Gebäude der Sortieranlage, die – wie das Palataki – aus einer vergangenen Zeit stammen, zu der in Limenas Erz abgebaut wurde.
Dann weiter nach Maries, ein kleines Bergdorf im Inselinneren. Unser Ziel sind der See und die Wasserfälle, von denen wir schon gelesen haben. Auto abgestellt in Maries, dann gehts ca 3km einer Straße entlang, die für unser Auto zwar verboten war, die wir aber locker hätten bewältigen können. Zur Erklärung:
Beim Autoverleih erhält man von Europcar eine eigene Karte über die verbotenen und die erlaubten Straßen. Mit einem ausgeliehenem Auto wie dem unseren darf man eben nur auf den weiß eingezeichneten Straßen fahren, weil der Unterboden nicht versichert ist. Anders bei Jeeps, mit denen darf man jede Straße befahren (zB auch die schwarzen).
Die Wasserfälle waren sehr nett anzuschauen, speziell landschaftlich sehr reizvoll. Jedoch wenn man aus einem Alpenland kommt, beeindruckt es nicht besonders, wenn man Wasserfälle sieht, die grad ein Zehntel so groß sind wie jene, die man aus der eigenen unmittelbaren Gegend kennt. Was mich jedoch viel mehr beeindruckte, war der Wanderweg: An jeder Ecke bunte Bienenhäuschen und außerdem: Er war übersät von kleinen, strahlend weißen Steinchen dieses berühmten thassiotischen Marmors! Eins davon liegt heute als Andenken auf meinem Schreibtisch….
Dann weiter, nächstes Ziel: Der Nordosten. Wir fahren zuerst, immer dem Meer entlang auf einer gebirgigen Route nach Moní Archangélou zum dortigen Kloster. Schöne, saubere Anlage muss man sagen. Meine Freundin bekommt gleich einen Rock verpasst, der sie schlagartig um 10 Jahre altern lässt. Fotos gibts keines davon, sonst wäre ich wahrscheinlich zahnlos nach Hause geflogen…. Aber so sind die Regeln, Damen kommen ohne Rock nicht rein.
Nächstes Ziel dann, ohne Rock mittlerweile: Skála Potamiás. Nix los, echt – Vorsaison. Kurz den Arsanas angeschaut, ein Turm direkt am Hafen, aber wir satteln gleich wieder die Hühner und düsen weiter nach Panagia.
Panagia ist ein Ort, der im Schwab – Buch gar nich soo gut wegkommt. Uns hat es dort jedoch sehr gut gefallen, dieses Dorf hat irgendwie etwas außergewöhnliches an sich. Höllisch ist nur der Verkehr! Wir sitzen gemütlich im Gastgarten der Taverne „O Platanos“, wo uns der Chef des Hauses einen sehr üppigen „Mixed Grill von allem etwas“ serviert, als plötzlich zwei Busse gleichzeitig die Kurve im Ortszentrum passieren wollten. Es geht sich um einige Zentimeter nicht aus, deshalb: Stillstand…. Zuerst nichts, dann vereinzeltes Hupen, dann Hupkonzert, dann Konversation á la Italien – mit Geschrei und wild gestikulierenden Handbewegungen! Sind halt doch alle gleich, die Südländer….
Wir amüsieren uns köstlich und genießen unser Mixed Grill mit Salat und Dieselauspuffgeschmack….
Danach ein kleiner Spaziergang, vorbei am Dorfbrunnen, hinauf zur Kirche „Kímissis tis Theotókou“ mit ihrem etwas eigenwilligen, neben dem Kirchengebäude errichteten Glockenturm. Diesen kann man, mit einer etwas lebensmüden Einstellung, sogar besteigen.
Der Lohn dafür ist ein toller Ausblick über Panagia bis zum Meer! Nur ein paar Meter weiter befinden sich drei Quellen, deren Wasser einem kleinen Spazierweg entlang ins Dorf hinunterrinnt.
An dieser Stelle, dem Platz bei den Quellen, haben wir übrigens eine griechische Art des Parkens erblickt, die wir nicht vorenthalten möchten….
Mehr dazu auf meiner Fotoseite!
Auch die bekannten Süßigkeiten aus Panagia stehen noch auf dem Programm, eh klar. So aufwändig wie das Herstellungsverfahren ist (genau beschrieben im Schwab – Buch!), da muss man ja sowas kaufen. Nüsse in diesem speziellen Sirup…. schmeckt sehr gut!
Dann aber weiter, durch Potamia gefahren, nichts spektakuläres entdeckt, deshalb wieder aufs Gas…. Und zwar nach Alikí, einer Halbinsel im Süden, welche die Form eines Fußes hat. Ziel unserer Reise sind die Ausgrabungen und im speziellen die Marmorbrüche aus vergangenen Zeiten.
Nachdem wir auch noch die Höhlenkirche am nördlichen Inselufer angeschaut haben, gings wieder zurück nach Potos in unser Hotel „Alexandra Beach ****“
Vorher noch schnell den Chevy volltanken. € 20,- für 2 Tage lang fahren, auch nicht schlecht. Waren immerhin über 200km….
Ein anstrengender Tag bei großer Hitze und strahlend blauem HImmel ging zu Ende. Noch ein Sprung ins Meer am Hotelstrand und dann essen, Christos empfing uns schon wieder, feinfein….
Danach noch schnell zum Jazz – Abend, veranstaltet vom Hotel, aber irgendwie war mir der heute wurscht….
Das Auto schnell zurückgegeben, Schlüssel einfach an die Rezeption, erledigt. Nur ein paar Fotos mach ich noch schnell vorher. Vom Kilometerstand und vom Auto im allgemeinen… man weiß ja nie….
meine Fotos vom Thassos-Urlaub (auf flickr)
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Buch „Thassos & Samothraki“, Antje u. Gunther Schwab - Michael Müller Verlag
Sonntag, 1.6.2008
Aufstehen um 4:00 Uhr, welche Zeit im Urlaub….! Um 5:00 steht der Bus vorm Hotel Alexandra Beach **** und zuckelt im Schneckentempo die uns mittlerweile bestens bekannte Küstenstraße im Westen hinauf nach Limenas zur Fähre.

Wieder einmal fallen mir die vielen, am Straßenrand aufgestellten kleinen Bildstöckchen auf. Deren Sinn konnte ich leider nicht herausfinden, auch im Schwab – Buch konnte ich nichts darüber lesen. Sind aber echt nett anzusehen.
Mit einem Verpflegungspaket ausgerüstet betreten wir wieder die Fähre nach Keramoti auf der
sich das Möwenschauspiel vom ersten Tag wiederholt, um danach wieder per Bus weiter zu fahren zu unserem Flughafen „Alexander der Große“ in Kavala.
Alles verläuft reibungslos, der Flug war in Ordnung und in München werden wir nach kurzem Anruf vom Taxiservice Eder wieder prompt abgeholt und zu unserem Auto nach Hallbergmoos gebracht.
So, nun wieder nach Hause…. Oder doch nicht? Griechenland ist für heuer Geschichte, schade. Aber wenn man schon einmal unterwegs ist….
Wir entschließen uns, einen Sprung bei den Schönen und Reichen am Starnberger See vorbei zu schauen. Wir stellen dann fest, soviele Schöne gabs eigentlich gar nicht, ob sie dafür reich waren, ist mir dafür eher wurscht.
Der Starnberger See war dann sehr nett, schöne Promenade in Starnberg und sogar ein Plätzchen zum baden gefunden. So ca 2 km in westlicher Richtung, mit großer Liegewiese. Wasser sehr warm, doch an den Süßwassergeschmack muss man sich nun wieder gewöhnen….
Danach aber gehts endgültig nach Hause. Kleine Fahrt noch ins Blaue, in südlicher Richtung dem Starnberger See entlang bis Münsing und schließlich über Bad Tölz und einer letzten kleinen Pause am Sylvensteinsee in die Heimat.
Das wars dann endgültig.
Vielen Dank für Dein Interesse!
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als wirklich allersetztes gibts noch ein schönes Satellitenfoto dieser traumhaften Insel (Quelle Wikipedia):













