Artikel getaggt mit ‘Imerovigli’

Montag, 15. Juni 2009

Santorini 2009 – Fira; und wie die Caldera den Atem raubt

Mittwoch, 17.6.2009

Für diesen Urlaub, auf den ich mich wirklich sehr gefreut habe, kaufte ich mir einen “Merian” Reiseführer, auf dem stand “Santorin, Firá – Wo der Blick auf die Caldera den Atem raubt”.
Ich muss sagen, selten hat ein Titel so sehr den Punkt getroffen – abgesehen davon, dass es halt nicht Santorin, sondern Santorini heißt :-)
Doch alles der Reihe nach….

Wir nehmen den Bus von Kamari nach Firá, die Hauptstadt. Fährt halbstündlich, ist pünktlich und kostet nur € 1,40 die im Bus zu bezahlen sind. Vorverkaufskarten benötigt man nicht (ich glaub, die gibt es gar nicht). Es fahren übrigens alle Busse nach Firá. Wenn man wo anders hin will, muss man zuerst nach Firá und dort umsteigen.
Info über Busfahrzeiten und einen Fahrplan der gesamten Insel gibts hier. (Klick auf “Time Table”)

Kathedrale Ypapánti in Firá

Kathedrale Ypapánti in Firá

In Firá angekommen, ist zuerst einmal viel los und man verliert ein wenig die Übersicht, aber es ist eigentlich ganz einfach. Bereits von weitem ist diese große, wunderschöne, strahlend weiße Kirche, namens “Ypapánti” zu erkennen. Einfach dorthin gehen – und dann – um 11:45 Uhr – passierts….: Die Kirche hat einen schönen Vorplatz, den wollte ich mir ansehen, ging nichtsahnend dorthin und dann sah ich sie…. diese Wahnsinnsaussicht….: die Caldera, Firá und genau das passierte, was auf dem “Merian” Buch stand: “….wo der Blick….den Atem raubt….”

Firá

Firá

Ich stehe da, bring den Mund nicht mehr zu und vergesse zu atmen…. einfach unglaublich, man muss es gesehen haben! Der Kraterrand, die weißen Häuschen, die blauen Dächer, die Schiffe im strahlend blauen Meer, das eigentlich ein Vulkan ist….

Es vergehen einige Minutern, bis ich mich wieder sammeln kann und ich stelle anschließend fest, dass ich nicht der einzige bin, dem es so ergeht. Dann mache ich das selbe wie hunderte andere, die zur gleichen Zeit am selben Ort sind: fotografieren, fotografieren, fotografieren….

Esel am Weg zum Hafen

Esel am Weg zum Hafen

Ein kleiner Spaziergang folgt, abwärts durch malerische, enge Gassen, die hunderte von Fotomotiven liefern, dann runter zum Hafen, vorbei an einer Herde von Eseln, welche die Touristen von unten nach oben bringen. Dabei muss man allerdings recht aufpassen, denn die trabenden Tierchen machen dir keinen Platz – da hilft manchmal nur ein Sprung zu Seite, wenn einen der Donkey anzielt. Wer den Eselchen aus diesem Grund nicht ganz traut, der kann natürlich auch mit der Seilbahn vom Hafen wieder in die Stadt rauf fahren. Die kann ohne Bedenken benutzt werden, handelt es sich ja um ein Österreichisches Erzeugnis…. :-)

Eins von 10.000 Fotomotiven in Firá

Eins von 10.000 Fotomotiven in Firá

Bei dieser Gelegenheit sollte weiters nicht unerwähnt bleiben, dass Fira picobello sauber ist – man könnte fast vom Boden essen. Einzig und allein die Verbindungsstraße von der Stadt runter zum Hafen riecht ein wenig streng (Eselskakke….!).

Unten am Hafen kann man hervorragend die vielen, vielen Schiffe beobachten, die minütlich an- und ablegen. weiter draußen ankern die riesigen Kreuzfahrtschiffe.
Firostefani

Firostefani

Wir gehen dann weiter durch das katholische Viertel Firá´s bis nach Firostefani, einer Art Vorort von Firá und stärken uns dort im “Remvi – Restaurant”. Danach gehts weiter nach Imerovigli, einem malerischen Ort mit ganz tollen Hotels, bei denen man teilweise vom Pool aus hunderten Metern Höhe direkt in die Caldera hinunter blicken kann!

Wahnsinnsaussicht auf die Caldera in Imerovigli

Wahnsinnsaussicht auf die Caldera in Imerovigli

Müde kehren wir dann wieder zurück nach Firá zum Bus, mit dem Bewusstsein eine sehr außergewöhnliche Stadt auf einer sehr außergewöhnlichen Insel besucht zu haben.

Es geht wieder zurück nach Kamari, einen kurzen Sprung noch in den Pool gemacht zum abkühlen und dann Essen ins Hotel.

Ein unvergesslicher Tag!

Links: Busfahrpläne Santorini

Montag, 15. Juni 2009

Santorini 2009 – Sunset in Oia and Traditional Villages

Samstag, 20.6.2009

Frühstück und ab ins Meer, schon wieder heiß, heiß, heiß….

Und die Vorfreude auf die heutige Tour: “Sunset in Oia &  Traditional Villages”. Natürlich wieder gebucht beim Platzhirschen “Kamari Tours” – Kosten € 21,-

Sunset, Oia, ohne Worte....

Sunset, Oia, ohne Worte....

Jetzt muss man dass aber zuerst einmal mit diesem “Sunset in Oia” erklären, denn das ist nämlich so: Dieser Sunset, dieser Sonnenuntergang….
ja…. der ist echt ein Hammer, OK.
Nur: Diesen Sonnenuntergang gibts tausendemale auf dieser Welt….

….er ist genauso schön in Österreich im flachen Marchfeld, wenn die Sonne, sowie sie sich vom Horizont vertschüsst, wie ein roter Ball langsam aus dem Bild rollt, wie extra für mich gestellt (Zit. Ostbahn Kurti)….

….er ist genau so schön in Deutschland auf der Zugspitze, wenn er die smaragdgrüne Wasserdecke des traumhaften Eibsee verlässt….

….und er ist genau so schön wie in Chalkidiki auf der Terrasse des Hotel “Glavas Inn”, einem etwas heruntergekommenen All-Inclusive Bunker, den ich im Gegensatz zum Afroditi auf keinen Fall mehr besuchen werde….

Aber der Sonnenuntergang in Oia hat einfach etwas besonderes, das ihn einzigartig macht: Er findet in Santorini statt!
Auf einer Insel, die ihresgleichen sucht und in die man sich verlieben muss….
Und so sitzt man dann halt in einem zugegebenermaßen sehr stilvollen und ambientereichen Freiluftkaffeehaus mit seinem Sechs-euro-Weinchen, zusammen mit hunderten anderen wildfremden Menschen da, die allsamt verschiedene Sprachen sprechen, andere Kulturen haben und dennoch eine Gemeinsamkeit aufweisen:

Sie wollen genau diesen einen Sonnenuntergang ansehen!

Genau diesen…. Diesen einen….

Und ich muss sagen:
Wenn man auf Santorini war und man hat IHN nicht gesehen – genau diesen einen…. Wenn man sich gedacht hat, “ach, auf das kann ich verzichten”….

Tja, dann ist man einfach der größte Loser der Gegenwart!

Also auf zu diesem Sunset!
Er ist ein Pflichtprogramm! JA – man MUSS ihn gesehen haben….!

Bischofssitz Panagia Episkopi

Bischofssitz Panagia Episkopi

Vorher gehts aber zum Bus – dieser fährt pünktlich um 15:00 Uhr mit unserer sehr amüsanten und liebenswürdigen Fremdenführerin Julie erst einmal zum ehemaligen Bischofssitz “Panagia Episkopi”.

Dort gibts etwas zu sehen, das in Griechenland Seltenheitswert hat (Kenner werden mir beipflichten): Man kann nämlich eine Ikonenkirche betreten, soll heißen von innen ansehen (normalerweise sind die ja stets verschlossen).

Diese wird jedoch “gehütet” von einer ca 80-jährigen Frau, die genau darauf aufpasst, dass keiner mit Blitz fotografiert. Wenn doch…. na, lass dich überraschen….!

Julie erklärt mit Händen und Füßen....

Julie erklärt....

Nächste Station ist Mesa Gonia, die ihren wenig rühmlichen Beinahmen “Geisterstadt” auf Grund der eingefallenen Höhlenwohnungen, einem traurigen Resultat des schweren Erdbebens aus dem Jahre 1956, hat.

....die Höhlenwohnungen in Mesa Gonia

....die Höhlenwohnungen in Mesa Gonia

Julie erklärt leidenschaftlich mit Händen und Füßen und die Leute hören interessiert und beeindruckt zu.

Auch auf Pyrgos: jede Menge Fotomotive....!

Auch auf Pyrgos: jede Menge Fotomotive....!

Pyrgos ist die nächste Station und diese Stadt scheint Julie besonders ans Herzgewachsen zu sein. Wohl deshalb wohnt sie hier und sie erzählt und erzählt und weiß auf alle Fragen eine Antwort. Wir sehen “Kaktustrauben”, enge, verwinkelte Gassen und wenn man nicht aufpasst und zu schnell um eine Ecke rennt, kanns schnell passieren, dass man mit einem Esel kollidiert.

Trauben in Kakteen - das gibts sonst nirgendwo....

Trauben in Kakteen - das gibts sonst nirgendwo....

Übrigens sollte man in Pyrgos, das speziell für seine Pistazien berühmt ist, nicht von der Seite der Fremdenführerin weichen…. Wenn man nämlich nicht aufpasst, ist man in diesem Gewirr von Gassen und Stiegen schnell verloren….

Besonders auffallend in Pyrgos ist der wunderschöne sechsteilige Glockenturm der Hauptkirche des Ortes.

Kirche mit Glockenturm in Pyrgos

Kirche mit Glockenturm in Pyrgos

Imerovigli ist die letzte Station vor dem großen Höhepunkt. Diese Stadt ist uns zwar schon vom Fira-Ausflug von vorgestern bekannt, aber Julie weiß natürlich noch vieles mehr zu erzählen. So erklärt sie uns den Skaros – Felsen, den höchsten Punkt der Caldera.

Imerovigli und die Caldera

Imerovigli und die Caldera

….und irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich in meinen nächsten Santorini – Urlaub mein Hotel in Imerovigli buchen werde.

Julie war dann wieder richtig in Fahrt: Sie ärgert sich maßloß darüber, dass man “Santorin” sagt. Santorin ist falsch, schlicht und einfach. Ich muss zugeben, ich habs auch nicht gewusst, aber ihre Erklärung war einleuchtend: Der Name entstammt vom Namen der heiligen Irene, setzt sich esperantomäßig also zusammen aus Santa Irine und so heißt es eben Santorini.
Zit: “Der Irene gefällts ja schließlich auch nicht, wenn man ihr den letzten Buchstaben klaut und sie nur “Iren” nennt.”
Klingt irgendwie einleuchtend und ich habs mir gemerkt….
Der offizielle Name Santorinis ist eigentlich “Thira”. Aber was ist schon Thira im Vergleich zum wohlklingenden “Santorini”….

Oía vorher....

Oía vorher....

Dann der Höhepunkt…. oben bereits eingeleitet will ich über den Sonnenuntergang gar nicht mehr viel sagen. Ich werd ihn niemehr vergessen, das ist ganz klar. Ich werde aber diese ganze Insel, dieses Santorini nicht mehr vergessen, dieses eigenartige Gebilde in der Ägäis….
Eine tolle Entscheidung, gerade hier den heurigen Urlaub zu buchen.

....und es ist DOCH der schönste Sonnenuntergang der Welt....

Oía nachher ....und es ist DOCH der schönste Sonnenuntergang der Welt....

….und ich werde Oia nicht mehr vergessen. Oia, das man ja nur “Ia” ausspricht (danke Julie! o plus i ist in Griechenland nur mehr i) ist unglaublich schön. Wieder fällt diese unglaubliche Sauberkeit auf, diese unzähligen strahlenden schneeweißen Häuser und die vielen Kirchen mit den so bekannten blauen Kuppeln…. (dieses Blau brachten übrigens die Bayern nach Griechenland – kein Scherz!).
Und es war gut so, dass wir uns dieses Plätzchen im “Sun Spirit” gegeben haben. Wir waren live dabei….

Wir sitzen dann alle wortlos im Bus zurück nach Kamari, noch schnell ein Abendessen bevor die braven Afroditi Venus – Hotelmitarbeiter ihren heutigen Dienst quittieren und ich schlafe mit einem Traum von einem ganz bestimmten Sonnenuntergang ein….

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