Artikel getaggt mit ‘Sunset in Oia’

Montag, 15. Juni 2009

Santorini 2009 – Caldera Kreuzfahrt

Freitag, 19.6.2009

Ein weiterer Höhepunkt steht heute auf dem Programm: Die Caldera Kreuzfahrt “Caldera Morning”, gebucht natürlich wieder bei “Kamari Tours” um € 29,-
Und wieder muss ich vorausschicken: Es war erneut wieder noch toller, als erwartet!

Unser Schiff muss wieder zurück....

Unser bereits ausgelaufenes Schiff muss wieder zurück....

Abfahrt mit dem Bus zum zweiten großen Hafen Santorinis, nach Athinios. Die Straße dort hinunter reißt uns alle schon von den Sitzen im Bus auf und man hört schon die Fotoapparate klicken. Auch meinen natürlich ;-)
Am Hafen ist unser Schiff schon ausgelaufen – aber hoppla….?! Eine rege, intensive Diskussion zwischen dem Busfahrer und den Schiffsverantwortlichen entbrennt, wobei ich auf Grund der Gestik sagen muss, dass sich unser Busfahrer maßlos aufgeregt hat und den Schiffsmaxi so weit gebracht hat, dass das Schiff, das schon gut einen halben Kilometer vom Hafen entfernt war, wieder zurückgekehrt ist.
Das war eine echt coole Aktion….

Firá, vom Meer aus gesehen

Firá, vom Meer aus gesehen

Wir waren dann also am Schiff und sind in freudiger Erwartung auf unsere über sechs Stunden andauernde Fahrt Athinios – Fira – Nea Kameni – Palea Kameni (Hot Springs) -Thirassia – Oia – Athinios.

Erste Station ist Firá. Das Schiff legt dort zwar nicht an, aber man hat gut Gelegenheit, den Hafen und diese außergewöhnliche Stadt einmal von unten anzusehen.

Vulkan Nea Kameni

Vulkan Nea Kameni

Nach diesem kurzen Stopp gehts dann nach “Nea Kameni”, wo das Schiff anlegt und für eineinhalb Stunden “parkt”. Wir gehen auf den Vulkan (Eintritt € 2,-), der offiziell als “Ort von historischer Bedeutung und besonderer landschaftlicher Schönheit” ausgezeichnet wurde und als “Denkmal des geologischen Welterbe” vorgeschlagen ist. Für diese Wanderung erhält man einen interessanten Infofolder, den du dir hier ansehen kannst.
Die Wanderung auf den Gipfel dieses Vulkankegels lässt den Eindruck eines Mondspazierganges aufkommen und an verschiedenen Orten riecht es stark nach Schwefel.
Interessant zu wissen ist auch, dass sich auf dieser Insel Messinstrumente des Vulkanobservationsnetzes von Santorini befinden. Deren Tätigkeit kann hier unter deren Homepage nachgelesen werden (Englisch).

Wieder zurück am Schiff steuern wir “Palea Kameni”, die kleinere Nebeninsel an und das Schiff bleibt kurz vor einer kleinen Bucht mit grellgrünem Wasser stehen, den “Hot Springs”. Die deutsch sprechende Reiseleitung erklärt uns, dass nun, wer Lust hat, Badezeit angesagt ist und einer nach dem anderen klettert die Leiter runter, bzw. wagt den Sprung von der Reling ins Meer. Es riecht stark nach Schwefel und je weiter man in die Bucht schwimmt umso heißer wirds – beeindruckend.

Schwimmender Ansturm der Bootsinsassen auf die Hot Springs Palea Kameni

Schwimmender Ansturm der Bootsinsassen auf die Hot Springs auf Palea Kameni

Thirassia - unten Korfos, oben Manolas

Thirassia - unten Korfos, oben Manolas

Nächste Station ist Thirassia, die große Insel vis-a-vis von Santorini, gewissermaßen ein Spiegelbild, dann auch hier gibt es eine hohe Kraterwand, die sich von der Hafenstadt Korfos hinauf nach Manolas zieht. Thirassia ist überhaupt nicht touristisch entwickelt, einzig einige Restaurants am Hafen gibt es. Der Aufenthalt hier beträgt zwei Stunden, deshalb gehen wir essen und spazieren am Hafen herum.

Thirassia, Korfos

Thirassia, Korfos

Den Eselsritt hinauf nach Manolas muss ich abblasen, weil keine Esel mehr verfügbar waren….

Zurück am Schiff gehts dann wieder an den Ausgangspunkt nach Athinos, das Schiff fährt aber zuerst noch nach Oia, der “Stadt des schönsten Sonnenuntergangs der Welt”. Einige vom Boot, die eine andere Tour gebucht haben, steigen aus, doch für uns geht ein traumhafter Ausflug zu Ende.

Oía, vom Meer aus gesehen

Oía, vom Meer aus gesehen

Montag, 15. Juni 2009

Santorini 2009 – Sunset in Oia and Traditional Villages

Samstag, 20.6.2009

Frühstück und ab ins Meer, schon wieder heiß, heiß, heiß….

Und die Vorfreude auf die heutige Tour: “Sunset in Oia &  Traditional Villages”. Natürlich wieder gebucht beim Platzhirschen “Kamari Tours” – Kosten € 21,-

Sunset, Oia, ohne Worte....

Sunset, Oia, ohne Worte....

Jetzt muss man dass aber zuerst einmal mit diesem “Sunset in Oia” erklären, denn das ist nämlich so: Dieser Sunset, dieser Sonnenuntergang….
ja…. der ist echt ein Hammer, OK.
Nur: Diesen Sonnenuntergang gibts tausendemale auf dieser Welt….

….er ist genauso schön in Österreich im flachen Marchfeld, wenn die Sonne, sowie sie sich vom Horizont vertschüsst, wie ein roter Ball langsam aus dem Bild rollt, wie extra für mich gestellt (Zit. Ostbahn Kurti)….

….er ist genau so schön in Deutschland auf der Zugspitze, wenn er die smaragdgrüne Wasserdecke des traumhaften Eibsee verlässt….

….und er ist genau so schön wie in Chalkidiki auf der Terrasse des Hotel “Glavas Inn”, einem etwas heruntergekommenen All-Inclusive Bunker, den ich im Gegensatz zum Afroditi auf keinen Fall mehr besuchen werde….

Aber der Sonnenuntergang in Oia hat einfach etwas besonderes, das ihn einzigartig macht: Er findet in Santorini statt!
Auf einer Insel, die ihresgleichen sucht und in die man sich verlieben muss….
Und so sitzt man dann halt in einem zugegebenermaßen sehr stilvollen und ambientereichen Freiluftkaffeehaus mit seinem Sechs-euro-Weinchen, zusammen mit hunderten anderen wildfremden Menschen da, die allsamt verschiedene Sprachen sprechen, andere Kulturen haben und dennoch eine Gemeinsamkeit aufweisen:

Sie wollen genau diesen einen Sonnenuntergang ansehen!

Genau diesen…. Diesen einen….

Und ich muss sagen:
Wenn man auf Santorini war und man hat IHN nicht gesehen – genau diesen einen…. Wenn man sich gedacht hat, “ach, auf das kann ich verzichten”….

Tja, dann ist man einfach der größte Loser der Gegenwart!

Also auf zu diesem Sunset!
Er ist ein Pflichtprogramm! JA – man MUSS ihn gesehen haben….!

Bischofssitz Panagia Episkopi

Bischofssitz Panagia Episkopi

Vorher gehts aber zum Bus – dieser fährt pünktlich um 15:00 Uhr mit unserer sehr amüsanten und liebenswürdigen Fremdenführerin Julie erst einmal zum ehemaligen Bischofssitz “Panagia Episkopi”.

Dort gibts etwas zu sehen, das in Griechenland Seltenheitswert hat (Kenner werden mir beipflichten): Man kann nämlich eine Ikonenkirche betreten, soll heißen von innen ansehen (normalerweise sind die ja stets verschlossen).

Diese wird jedoch “gehütet” von einer ca 80-jährigen Frau, die genau darauf aufpasst, dass keiner mit Blitz fotografiert. Wenn doch…. na, lass dich überraschen….!

Julie erklärt mit Händen und Füßen....

Julie erklärt....

Nächste Station ist Mesa Gonia, die ihren wenig rühmlichen Beinahmen “Geisterstadt” auf Grund der eingefallenen Höhlenwohnungen, einem traurigen Resultat des schweren Erdbebens aus dem Jahre 1956, hat.

....die Höhlenwohnungen in Mesa Gonia

....die Höhlenwohnungen in Mesa Gonia

Julie erklärt leidenschaftlich mit Händen und Füßen und die Leute hören interessiert und beeindruckt zu.

Auch auf Pyrgos: jede Menge Fotomotive....!

Auch auf Pyrgos: jede Menge Fotomotive....!

Pyrgos ist die nächste Station und diese Stadt scheint Julie besonders ans Herzgewachsen zu sein. Wohl deshalb wohnt sie hier und sie erzählt und erzählt und weiß auf alle Fragen eine Antwort. Wir sehen “Kaktustrauben”, enge, verwinkelte Gassen und wenn man nicht aufpasst und zu schnell um eine Ecke rennt, kanns schnell passieren, dass man mit einem Esel kollidiert.

Trauben in Kakteen - das gibts sonst nirgendwo....

Trauben in Kakteen - das gibts sonst nirgendwo....

Übrigens sollte man in Pyrgos, das speziell für seine Pistazien berühmt ist, nicht von der Seite der Fremdenführerin weichen…. Wenn man nämlich nicht aufpasst, ist man in diesem Gewirr von Gassen und Stiegen schnell verloren….

Besonders auffallend in Pyrgos ist der wunderschöne sechsteilige Glockenturm der Hauptkirche des Ortes.

Kirche mit Glockenturm in Pyrgos

Kirche mit Glockenturm in Pyrgos

Imerovigli ist die letzte Station vor dem großen Höhepunkt. Diese Stadt ist uns zwar schon vom Fira-Ausflug von vorgestern bekannt, aber Julie weiß natürlich noch vieles mehr zu erzählen. So erklärt sie uns den Skaros – Felsen, den höchsten Punkt der Caldera.

Imerovigli und die Caldera

Imerovigli und die Caldera

….und irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich in meinen nächsten Santorini – Urlaub mein Hotel in Imerovigli buchen werde.

Julie war dann wieder richtig in Fahrt: Sie ärgert sich maßloß darüber, dass man “Santorin” sagt. Santorin ist falsch, schlicht und einfach. Ich muss zugeben, ich habs auch nicht gewusst, aber ihre Erklärung war einleuchtend: Der Name entstammt vom Namen der heiligen Irene, setzt sich esperantomäßig also zusammen aus Santa Irine und so heißt es eben Santorini.
Zit: “Der Irene gefällts ja schließlich auch nicht, wenn man ihr den letzten Buchstaben klaut und sie nur “Iren” nennt.”
Klingt irgendwie einleuchtend und ich habs mir gemerkt….
Der offizielle Name Santorinis ist eigentlich “Thira”. Aber was ist schon Thira im Vergleich zum wohlklingenden “Santorini”….

Oía vorher....

Oía vorher....

Dann der Höhepunkt…. oben bereits eingeleitet will ich über den Sonnenuntergang gar nicht mehr viel sagen. Ich werd ihn niemehr vergessen, das ist ganz klar. Ich werde aber diese ganze Insel, dieses Santorini nicht mehr vergessen, dieses eigenartige Gebilde in der Ägäis….
Eine tolle Entscheidung, gerade hier den heurigen Urlaub zu buchen.

....und es ist DOCH der schönste Sonnenuntergang der Welt....

Oía nachher ....und es ist DOCH der schönste Sonnenuntergang der Welt....

….und ich werde Oia nicht mehr vergessen. Oia, das man ja nur “Ia” ausspricht (danke Julie! o plus i ist in Griechenland nur mehr i) ist unglaublich schön. Wieder fällt diese unglaubliche Sauberkeit auf, diese unzähligen strahlenden schneeweißen Häuser und die vielen Kirchen mit den so bekannten blauen Kuppeln…. (dieses Blau brachten übrigens die Bayern nach Griechenland – kein Scherz!).
Und es war gut so, dass wir uns dieses Plätzchen im “Sun Spirit” gegeben haben. Wir waren live dabei….

Wir sitzen dann alle wortlos im Bus zurück nach Kamari, noch schnell ein Abendessen bevor die braven Afroditi Venus – Hotelmitarbeiter ihren heutigen Dienst quittieren und ich schlafe mit einem Traum von einem ganz bestimmten Sonnenuntergang ein….

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